Autorenhomepage Dr. Ernst Woll

Mein Geburtsort Hohenleuben von oben – während eines Fluges 2011

Rechtlicher Hinweis:Sämtliche Inhalte dieser Website (Texte, Grafiken & Bilder) wurden von mir erstellt, und sind urheberrechtlich geschützt. Sie dürfen ohne meine ausdrückliche schriftliche Genehmigung weder kopiert, noch anderweitig vervielfältigt oder verwendet werden. Alle Rechte vorbehalten

Aktualisiert:18.02.2018


dr.woll@versanet.de

Neue Gedichte

 

 

Wer hat wirklich Recht?

 

 

 

Der Richter hört sich eine Behauptung an,

 

„sie haben Recht“  sagt er spontan.

 

Dem, der das Gegenteil nunmehr  vorträgt

 

er sofort auch Recht zu geben pflegt.

 

Ein Dritter, ein Anwalt sagt empört so eben:

 

„Wie können sie diesen beiden Recht nur geben

 

wenn diese hier Gegenteiliges aussagen,

 

nur einem könnten sie doch als Lügner anklagen!“

 

Antwort: „Sie haben Recht, das meint hier jeder

 

aber was wirklich stimmt erfährt man oft später,

 

manchmal durch einen einfachen Trick sogar

 

man tut so als wäre jede Aussage wahr,

 

das ärgert meistens die Rechthaberischen

 

denen es misslingt, glaubhaft Lügen aufzutischen.

 

Ungewollt Widersprüche damit ans Licht geraten,

 

für die Wahrheitsfindung ist man damit gut beraten.“

 

 

Die 6 Sinne

 

Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken, Riechen

 

erklärten die Philosophen der alten Griechen

 

als Fähigkeiten, diese Reize wahrzunehmen,

 

die nur dem Mensch und  höheren Tieren zukämen.

 

Neben diesen 5 Sinnen gibt es heute den 6. Sinn,

 

den nahm man früher als was Mystisches hin.

 

Davon ist man anscheinend völlig abgekommen,

 

Gleichgewichtswahrnehmung ist dafür aufgenommen.

 

Sich räumlich zu orientieren, zu halten Körperbalance

 

ist nunmehr erkannt als sechster Sinn voll und ganz.

 

 

 

Wenn ein Sinn nun  nicht funktioniert,

 

manch einer dann den Mut verliert.

 

Ist gleichwohl jemand davon betroffen,

 

sieht man ihn auf Heilung hoffen.

 

Gefragt wird aber auch häufig dabei,

 

welcher Sinn der wichtigste wohl sei?

 

Wir haben also 6 Sinne an der Zahl

 

und stellte man jemand vor die Wahl,

 

welchen gibt er feiwillig davon weg

 

bekommt fast jeder einen Schreck.

 

 

 

An einigen Beispielen will ich analysieren,

 

was kann bei Sinnesausfällen wohl passieren:

 

Wenn ich nicht sehe was du machst,

 

ich höre allerdings wenn du etwa lachst,

 

worüber das bleibt mir verborgen

 

und das bereitet mir dann Sorgen,

 

denn man könnte mich auch necken,

 

für mich ungesehen die Zunge raus stecken.

 

Wäre also eventuell das Wichtigste das Sehen?

 

Man könnte mich dann schwerer hintergehen.

 

 

 

Sehe ich aber ein lachendes Gesicht

 

Töne dazu höre ich jedoch nicht,

 

vermag ich schwer zu differenzieren,

 

ob andere sich über mich amüsieren.

 

Also reicht das Sehen nicht allein,

 

könnte Hören vielleicht wichtiger sein?

 

 

 

Etwas zu fühlen kann mir sehr nützen,

 

kann mich häufig vor Gefahren besser schützen,

 

ferner vermag beim Austausch von Zärtlichkeiten

 

das Fühlen mir großes Glücklichsein bereiten.

 

Könnte man deshalb das Fühlen als wichtigstes nennen?

 

Das würde wahrscheinlich der Blinde nicht anerkennen;

 

was nützt es ihm, er fühlt, steht vor einem Tier,

 

sieht dessen Verhalten nicht, ist es eine Gefahr gar hier?

 

 

 

Ohne Geschmacksinn entgeht mancher Genuss,

 

wäre es  erträglich, wenn man darauf verzichten muss?

 

Wem dieser Sinn aber fehlt, sich gegen dieses Entsagen wehrt,

 

ihm erscheint dadurch vieles nicht mehr lebenswert.

 

Wäre es vielleicht am hinnehmbarsten ohne Geruchssinn,

 

und in bestimmten Situationen  sogar  ein Gewinn?

 

Man müsste widerlichen Gestank nicht ertragen,

 

freilich, wie es gerade riecht müsste man dann erfragen.

 

Verständlicher Weise kommt Protest von Leuten,

 

die sich wohl gern auch mal an Wohlgerüchen erfreuten.

 

 

 

Wenn jemand das Gleichgewicht nicht halten kann,

 

glaubt bestimmt, er sei damit am schlechtesten dran.

 

Die, bei denen es an einem anderen Sinne fehlt

 

widersprechen hier, denn sie meinen, es zählt

 

nicht ein erkranktes Organ im Ohr, eine  Beschwerde,

 

dass dieser Sinn damit etwa zum Wichtigsten werde.

 

 

 

Aus dem Dargestellten lässt sich erkennen:

 

Der wichtigste Sinn ist kaum zu benennen!

 

Mensch und höhere Lebewesen meistern deshalb nur

mit 6 intakten Sinnen alle Anforderungen in der Natur.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Zugvogel warnt

 

 

Zu Zugvögeln gehört eine Reihe von Singvogelarten,

 

die sich bisher im Herbst zum Afrikaflug scharten.

 

Klimawandel verändert diese Verhaltensweisen

 

und immer weniger begeben sich deshalb  auf Reisen.

 

Ein Singvogel, der von seiner Reise zurückgekehrt,

 

erzählt den Hiergebliebenen was einem widerfährt:

 

„Ich rate euch, überwintert nun in eurer  Heimat hier,

 

Klima lässt es zu, nehmt ernst die Warnung von mir.

 

Hinflug und dortiger Aufenthalt waren problemlos

 

aber auf meinem Rückflug, da war vielleicht was los!

 

Dass ich unbeschadet hier wieder angekommen bin

 

verdanke ich meinem individuell scharfen Gesichtssinn.

 

Von weitem sah ich in Norditalien aufgespannte Netze,

 

darin war von vielen unserer Artgenossen ein Gefetze.

 

Sie wurden gefangen um verspeist zu werden,

 

in meinen Augen ein richtiges Verbrechen auf Erden.

 

Diese Menschen betrachten uns als Speisedelikatessen,

 

wobei sie ganz und gar alle Moral vergessen.

 

Uns Singvögeln es doch bisher immer gelang

 

Menschen aufzuheitern mit unserem  Gesang!

 

Bietet man  unserer Ausrottung keinen Einhalt

 

wird es bald unheimlich still in Flur und Wald.“

 

 

 

Gedanken über Gedanken

 

Es wurde schon unzählige Male beschrieben

 

einerseits seriös aber auch stark übertrieben:

 

Könnte es vielleicht künftig auch passieren,

 

dass wir natürliche Schutzfunktionen verlieren?

 

Der Wunsch der Menschen ist es immer gewesen,

 

man wollte die Gedanken der Mitmenschen lesen.

 

Wichtig wäre das für Ermittler, die Kriminalisten,

 

die bei der Verbrechensaufklärung gern wüssten:

 

Sagen die Straftäter die Wahrheit oder nicht?

 

Bedeutend wird dieses dann auch für das Gericht.

 

Nicht allein existiert dieses Beispiel  bis heute,

 

man fragt sich: Gibt es absolut ehrliche Leute?

 

Ich denke nein: Seit bestehen der Menschheit schon,

 

wäre das in unserer diskrepanten Welt eine Illusion.

 

Warum können wir aber die Gedanken verwalten,

 

sie offenbaren oder auch geheim immer halten?

 

Vermutlich sind es Sicherungen zum Überleben,

 

auch, um das eigene Ich nicht preis zu geben.

 

Mit Computer wurden nun Maschinen erfunden,

 

die lassen bisher unerforschte Details erkunden

 

und ich sehe dazu Ergebnisse nicht mehr fern:

 

Gegen enthüllen von Gedanken gibt es kein sperr´n!

 

 

 

Anmerkung:

 

Der Text zum Volkslied „Die Gedanken sind frei, niemand kann sie erraten“ hatte über 200 Jahre Bestand, könnte der Inhalt in der Zukunft nicht mehr wahr sein?

 

 

 

 

 

 

 

 

Bücher bei BOD - Auswahl

Siehe auch "Meine Bücher"