Autorenhomepage Dr. Ernst Woll

Mein Geburtsort Hohenleuben von oben – während eines Fluges 2011

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Aktualisiert:16.10.2017


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Neue Gedichte

 

 

Weihnachtswunsch  eines blinden Kindes

 

 

 

Ein blindes Kind wünscht sich sehnlicht,

 

bekäme es den Weihnachtsmann doch mal zu Gesicht.

 

Verzichten würde es dafür auf Geschenke sogar,

 

könnte dazu mal prüfen ob es wirklich wahr

 

was man erzählt von seinem eigenartigen Aussehen,

 

würde die Weihnachtsbescherung besser verstehen.

 

 

 

Ein Gedicht, das es dabei vortragen soll,

 

hofft man, es machte es erwartungsvoll:

 

„Lieber guter Weihnachtsmann,

 

wenn ich dich auch nicht sehen kann,

 

hörte ich von deinen Fähigkeiten,

 

die größte Freude könntest du mir bereiten

 

würde es dir klugem Mann gelingen,

 

mir das Augenlicht wieder zu bringen.“

 

 

 

In seiner unergründbaren Phantasie

 

begriff das Kind die Zusammenhänge nie,

 

schmollte, weil es andere Geschenke bekam,

 

glaubte, dass man damit auch Chancen nahm,

 

dass an ihm geschehe ein Wunder.

 

 

 

 

 

 

Ein Zugvogel warnt

 

 

Zu Zugvögeln gehört eine Reihe von Singvogelarten,

 

die sich bisher im Herbst zum Afrikaflug scharten.

 

Klimawandel verändert diese Verhaltensweisen

 

und immer weniger begeben sich deshalb  auf Reisen.

 

Ein Singvogel, der von seiner Reise zurückgekehrt,

 

erzählt den Hiergebliebenen was einem widerfährt:

 

„Ich rate euch, überwintert nun in eurer  Heimat hier,

 

Klima lässt es zu, nehmt ernst die Warnung von mir.

 

Hinflug und dortiger Aufenthalt waren problemlos

 

aber auf meinem Rückflug, da war vielleicht was los!

 

Dass ich unbeschadet hier wieder angekommen bin

 

verdanke ich meinem individuell scharfen Gesichtssinn.

 

Von weitem sah ich in Norditalien aufgespannte Netze,

 

darin war von vielen unserer Artgenossen ein Gefetze.

 

Sie wurden gefangen um verspeist zu werden,

 

in meinen Augen ein richtiges Verbrechen auf Erden.

 

Diese Menschen betrachten uns als Speisedelikatessen,

 

wobei sie ganz und gar alle Moral vergessen.

 

Uns Singvögeln es doch bisher immer gelang

 

Menschen aufzuheitern mit unserem  Gesang!

 

Bietet man  unserer Ausrottung keinen Einhalt

 

wird es bald unheimlich still in Flur und Wald.“

 

 

 

Gedanken über Gedanken

 

Es wurde schon unzählige Male beschrieben

 

einerseits seriös aber auch stark übertrieben:

 

Könnte es vielleicht künftig auch passieren,

 

dass wir natürliche Schutzfunktionen verlieren?

 

Der Wunsch der Menschen ist es immer gewesen,

 

man wollte die Gedanken der Mitmenschen lesen.

 

Wichtig wäre das für Ermittler, die Kriminalisten,

 

die bei der Verbrechensaufklärung gern wüssten:

 

Sagen die Straftäter die Wahrheit oder nicht?

 

Bedeutend wird dieses dann auch für das Gericht.

 

Nicht allein existiert dieses Beispiel  bis heute,

 

man fragt sich: Gibt es absolut ehrliche Leute?

 

Ich denke nein: Seit bestehen der Menschheit schon,

 

wäre das in unserer diskrepanten Welt eine Illusion.

 

Warum können wir aber die Gedanken verwalten,

 

sie offenbaren oder auch geheim immer halten?

 

Vermutlich sind es Sicherungen zum Überleben,

 

auch, um das eigene Ich nicht preis zu geben.

 

Mit Computer wurden nun Maschinen erfunden,

 

die lassen bisher unerforschte Details erkunden

 

und ich sehe dazu Ergebnisse nicht mehr fern:

 

Gegen enthüllen von Gedanken gibt es kein sperr´n!

 

 

 

Anmerkung:

 

Der Text zum Volkslied „Die Gedanken sind frei, niemand kann sie erraten“ hatte über 200 Jahre Bestand, könnte der Inhalt in der Zukunft nicht mehr wahr sein?

 

 

 

 

 

 

 

 

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